Beteiligung  
  Der Vorschlag für eine neue Kletterkonzeption wurde von der Projektgruppe unter Einbezug naturschutzfachlicher und klettersportlicher Belange in 15 Monaten erarbeitet und lag im Juli 2002 vor. In den folgenden Monaten wurde der Vorschlag bei Verbänden und Behörden vorgestellt. Dieser aufwendige Abstimmungsprozess mit allen beteiligten Akteuren dauerte von Juli 2002 bis November 2003. Neun unterschiedliche Verbände, Organisationen und Behörden wurden einbezogen: IG Klettern, Deutscher Alpenverein, Arbeitskreis Klettern und Naturschutz Donautal, NABU, BUND, Landesnaturschutzverband, Landratsamt Sigmaringen, Regierungspräsidium Tübingen und Ministerium Ländlicher Raum.



Der Projektgruppe Schaufelsen war es wichtig, den Vorschlags einer Neuregelung zunächst vertraulich zu behandeln. Als die ersten Ergebnisse vorlagen, wurden zuerst die zuständigen Behörden informiert. Öffentliche Auseinandersetzungen im Vorfeld einer neuen Lösung sollten vermieden werden.

Die Behörden stellten ihrerseits an die Projektgruppe Fragen und Forderungen. Viele Detailfragen kamen zu den Rahmenbedingungen wie Probephase, Umsetzung, Felspatenschaften, Routenrückbau und NATURA 2000 auf. Die Projektgruppe musste auch den Nachweis erbringen, dass trotz Freigabe zusätzlicher Routen der Naturschutz deutliche Gewinne verbuchen kann. Auf Wunsch der damaligen Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege Tübingen musste deshalb die Ökobilanzierung methodisch überarbeitet und weitere Kriterien einbezogen werden. Dies erfolgte von Januar bis Oktober 2003. Im November 2003 haben die Behörden schließlich ihre Bereitschaft erklärt, die neue Kletterregelung probeweise in Kraft treten zu lassen. Damit standen alle Akteure hinter dem Projekt Schaufelsen.