Ausgangslage  
   
  Ende 2000 stellte sich die Situation im Bereich Klettern und Naturschutz im Oberen Donautal wie folgt dar:
  • Anders als in den übrigen Klettergebieten Baden-Württembergs wurde die Kletterregelung im Oberen Donautal von der Mehrzahl der Kletterer nicht akzeptiert. In Kreisen der Kletterer herrschte große Unzufriedenheit über die große Zahl der gesperrten Kletterfelsen.
  • Die Kletterregelung des Landratsamts Sigmaringen von 1996 wurde nicht von allen Kletterern eingehalten. Teilweise wurde in gesperrten Routen und Felsbereichen geklettert sowie in gesperrten Sektoren neue Routen erschlossen. Die Wirksamkeit der Kletterregelung war dadurch eingeschränkt.
  • Durch die Unzufriedenheit und der daraus resultierende Verweigerungshaltung der Kletterer waren die Kletterverbände im Donautal nicht in der Lage, im notwendigen Umfang an der Umsetzung der Kletterregelung mitzuwirken. Der geplante Rückbau gesperrter Routen wurde nur vereinzelt umgesetzt.
  • Dem Arbeitskreis Klettern und Naturschutz Donautal fehlte die Basis für eine erfolgreiche Betreuung des Klettergebiets. Zwischen Vertretern der Kletterer und des Naturschutzes fehlte eine funktionierende Kommunikationsebene.
  • Durch die Einstellung eines hauptamtlichen Rangers blieben Verstöße gegen die Kletterregelung nicht länger unbemerkt. Die Lösung bestehender Konflikte konnte jedoch nicht der Person des Rangers allein aufgebürdet werden.
  • Vor allem Kletterer, aber auch Naturschützer wünschten sich eine Verbesserung der Situation und eine zukunftsfähige Kletterregelung im Oberen Donautal. Ökologische und klettersportliche Belange sollten gleichermaßen berücksichtigt werden.
  • Alle Bemühungen und Vorstöße der vorangegangenen Jahre zur Verbesserung der Situation waren ohne Erfolg geblieben. Auch die beiden großen Sitzungen beim Landratsamt im Jahr 2000 verliefen ergebnislos.
Fazit: Aus verschiedenen Gründen war die Situation im Oberen Donautal sowohl aus der Sicht des Klettersports als auch aus der Sicht des Naturschutzes unbefriedigend. Eine Lösung des Konflikts war nicht in Sicht.