| |
Bei der Überarbeitung
der Kletterregelung wurde von Anfang an darauf geachtet, dass sowohl die
essentiellen fachlichen Aspekte des Naturschutzes als auch diejenigen eines
attraktiven Klettersports ausreichende Beachtung fanden, damit eine Lösung
nach dem Prinzip einer Gewinner-Gewinner-Strategie entstehen konnte. Die
Wahrung dieses Prinzip erwies sich im Rahmen der Arbeit der Projektgruppe
als wesentliche Grundlage einer sowohl effektiven und sachorientierten als
auch vertrauensvollen Zusammenarbeit.

Geschützt und im Biotopverbund: Rasenbänder
in steiler Felswand |
|
Gewinner Naturschutz
Der Naturschutz profitiert vor allem dadurch, dass einige besonders
wertvolle Felsbereiche nun vollständig aus dem Klettergeschehen
herausgehalten werden. Darunter sind Felsköpfe, Rasenbänder
und Felswände, die als Lebensräume seltenster Arten in ihrer
Bedeutung kaum hoch genug eingeschätzt werden können. Ein
Beispiel hierfür stellt das große Rasenband in der Hauptwand
des Schaufelsens dar, vermutlich das größte seiner Art
auf der Schwäbischen Alb, das vor Aufkommen des Kletterns wohl
jahrtausendelang unbetreten geblieben war. Auch konnten die geschützten
Lebensräume des Gebiets durch ein erweitertes Verbundsystem beruhigter
Zonen nun besser mit einander vernetzt werden. In den bisher schon
gesperrten Zonen werden die bisher noch bestehenden Routen und Zustiegswege
abgebaut, wodurch die Schutzkonzeption für diese Bereiche erst
richtig zum Tragen kommen kann. |

Neue Klettermöglichkeiten in der Hölle
|
|
Gewinner Klettersport
Die klettersportlichen Möglichkeiten verbessern sich vor allem
dadurch, dass mehr Routen als bisher beklettert werden können.
Die Anzahl konnte von 52 auf 119 freigegebene Kletterrouten erhöht
werden. Insbesondere konnten Felsen mit einer hohen Konzentration
an erschlossenen Routen in für den Naturschutz weniger bedeutsamen
Felswänden dadurch freigegeben werden, dass in anderern Bereichen
mit wertvolleren Lebensräumen auf Routen oder Routenabschnitte
verzichtet wurde. Das so entstandende Netz aus alten und neuen Kletterrouten
unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade hat darüber hinaus unter
klettersportlichen Gesichtspunkten insgesamt an Attraktivität
gewonnen. |
|
|