Ökobilanz  
  Das Bewertungssystem auf der Basis des Routenkatasters stellte eine wichtige Planungsgrundlage bei der Erarbeitung alternativer Routenlösungen dar. Hiermit konnten die positiven und negativen Effekte aller Veränderungen im Gesamtsystem des Routennetzes sowohl übersichtlich dargestellt werden als auch zusammenfassend in Form einer rechnerischen Ökobilanz für jede denkbare Alternative ausgegeben werden. Weiterhin wurden für die Verwendung in der Naturschutzverwaltung auch Fachbilanzen bezogen auf die einzelnen Pflanzengesellschaften und die einzelnen FFH-Lebensraumtypen erstellt.


Routenkataster und Ökobilanz
  Durch umfassende und diskussionsreiche Abwägungsprozesse, in die naturschutzfachliche als auch klettersportliche Aspekte einbezogen wurden, und durch Gegenüberstellungen unterschiedlicher Alternativlösungen konnte schließlich abschliessend eine ausgewogene Gesamtlösung mit einer in der Summe für den Naturschutz deutlich positiven Ökobilanz gefunden werden.

Bei allem Aufwand, der mit der Kartierung verbunden war, sind wir uns doch der Tatsache bewusst, dass eine Umformung ökologischer Gegebenheiten in Rechenwerte entsprechend eines Kartierschemas immer nur einen Teil der Wirklichkeit abzubilden vermag. Es wurde deshalb darauf verzichtet, eine rechnerisch exakt paritätische Bilanz der positiven und negativen Effekte einer Neuregelung anzustreben. Vielmehr war es das einvernehmlich akzeptierte Ziel der Projektgruppe, eine unter klettersportlichen Aspekten günstige und deutlich verbesserte Regelung zu finden, die unter naturschutzfachlicher Sicht nicht nur eine schwach positive sondern eine sehr deutlich positiv ausfallende Ökobilanz aufweist. Das rechnerisch ermittelte Gesamtergebnis der Ökobilanz liefert mit 20 822 Pluspunkten gegenüber 15 547 Minuspunkten ein solches für den Naturschutz positives Ergebnis, dass gleichzeitig die Forderung erfüllt, auch unter Berücksichtigung etwaiger Unwägbarkeiten immer noch klar 'auf der sicheren Seite' zu sein.


Ausschnitt aus Datenblatt zur Ökobilanz