Felskartierung  
 

Ein besonders großer Arbeitsaufwand war mit der Erstellung des fachlichen Teils der verbesserten Naturschutzkonzeption für den Schaufelsen verbunden. Grundlage war eine Kartierung der Routen in den Felswänden sowie der Zu- und Ausstiegsbereiche, insgesamt wurden knapp 3000 laufende Meter erschlossene Kletterrouten und Pfade kartiert. Dabei wurden die Routen und Pfade in einem Meter Breite hinsichtlich der Vorkommen von Tier- und Pflanzenarten sowie von Pflanzengesellschaften und Lebensraumtypen detailliert aufgenommen. Weiterhin umfasste die Kartierung strukturelle Merkmale von Arten und Gesellschaften wie Gefährdungsgrade, Erhaltungszustand, Ausbildungsformen oder Reliktstatus. Zusätzlich zu einem Routenkataster konnten so Listen der vorkommenden Arten, der Pflanzengesellschaften und FFH-Lebensraumtypen erstellt werden.


Felswand
 
Kartierung
 
Felskopf

Der Schwerpunkt der Erhebungen lag im botanisch-vegetationskundlichen Bereich. Darüberhinaus wurden jedoch alle bei den Kartierungen festgestellten Tierarten ebenfalls erfasst. Zudem wurden externe tierökologische Experten und lokale Kenner hinzugezogen, so dass auch die darüber hinaus bekannten naturschutzfachlich bedeutsamen Daten zur Ornithologie sowie zu Fledermaus- und Insektenvorkommen berücksichtigt werden konnten.

Auf dieser Basis war es möglich, jeden einzelnen Meter der Kletterrouten hinsichtlich seiner Bedeutung und Auswirkungen auf die Naturschutzsituation am Schaufelsen einer Bewertung zu unterziehen. So konnte schließlich eine Gesamtübersicht mit einem umfassenden Bewertungssystem für das gesamte Netz an erschlossenen Kletterrouten aufgebaut werden.